Das Glück ist ein Vogerl: Pute und Truthahn
Schon die Azteken im heutigen Mexiko züchteten Puten als Nutztiere, mit Christoph Kolumbus kamen die Vögel nach Europa. Beim beliebtesten Geflügel rangiert die Pute in der österreichischen Küche gleich hinter dem Huhn. Ein beliebter Tausendsassa ist die feine Putenbrust. Schnitzel aus der Putenbrust sind in wenigen Minuten fertiggebraten. Aus dem vielseitigen Stück Fleisch lassen sich auch zahlreiche andere Köstlichkeiten zaubern, wie z.B. Putengulasch oder Geschnetzeltes mit Gemüse und Kräutern.

Alles Gute kommt von der Pute
Hahn oder Henne – auf die Größe kommt es an!
Wenn es ein richtig großer Braten sein soll, dann ist der Truthahn als größte Art der Hühnervögel genau die richtige Wahl. Männliche Tiere bringen bratfertig ein Gewicht von zehn bis fünfzehn Kilogramm auf die Waage, weibliche immerhin noch sechs bis acht Kilogramm. Bereits 500 bis 700 n. Chr. wurden die damals noch wild lebenden Truthühner von den Einwohnern Mexikos und den späteren USA domestiziert. Ende des 15. Jahrhunderts brachten spanische Seefahrer das Geflügel nach Europa, wo es zunächst als „Indisches Huhn“ bezeichnet wurde, weil die Spanier der Meinung waren, Westindien erreicht zu haben.
Überzeugende Attripute
Happy Thanksgiving!
In Amerika wird am vierten Donnerstag im November Thanksgiving gefeiert. Traditionell kommt zu diesem Festtag ein gefüllter Truthahnbraten („stuffed turkey“) auf den Tisch. Rund 46 Millionen Truthähne werden zu Thanksgiving Jahr für Jahr verspeist, weitere 22 Millionen landen zu Weihnachten im Bratrohr. Das Erntedankfest erinnert die Amerikaner an die erste Ernte der Einwanderer in Neuengland im Jahr 1621. Abraham Lincoln erklärte Thanksgiving 1863 zum offiziellen Feiertag. In den USA ist Thanksgiving das wichtigste Familienfest im Jahreskreis.
Hahnleitung zur Zubereitung
Um den großen Vogel perfekt auf den Tisch zu bringen, braucht es Einiges an Zeit. Hat man den Braten tiefgefroren gekauft, sollte man das Fleisch zunächst einmal auftauen lassen – aus hygienischen Gründen aber nicht bei Zimmertemperatur, sondern im Kühlschrank. Für die Garzeit im Backrohr gilt als Faustregel: eine Stunde pro Kilogramm Gewicht. Da das Fleisch dazu neigt, auszutrocknen, kann es mit Speckstreifen belegt und mit Alufolie abgedeckt werden, die ca. 45 Minuten vor Ende der Garzeit entfernt wird. Danach die Haut mit Bratfett begießen und das Rohr zum Abschluss noch einmal auf 200 °C hochdrehen, damit die Truthahnhaut schön knusprig wird.
Beilagen zum Truthahn
Truthahn wird traditionell zu Thanksgiving oder als Weihnachtsbraten serviert und lässt sich gerne von den typischen Spezialitäten des Spätherbstes begleiten: Maroni, Süßkartoffel, Mais, Äpfel, Birnen, Feigen, Nüsse und Kürbis. Nicht fehlen darf außerdem Cranberry-Sauce (ersatzweise: Preiselbeerkompott). Die „Original-Füllung“ des Truthahns besteht aus Maisbrot, Zwiebeln, Eiern, Sellerie und Petersilie. Variieren lässt sich das „stuffing“ mit Speck, getrockneten Marillen, Äpfeln und Edelkastanien. Zum Würzen eignen sich Thymian und Rosmarin. Äpfel, Süßkartoffel und Kürbis können auch bei der Zubereitung authentischer Thanksgiving-Desserts eine Hauptrolle spielen. Klassische Nachspeise wären z.B. Apple Pie, Pumpkin Pie oder Pecan Pie.